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Die Kirche St. Marien in Waren (Müritz)

St. Marien in Waren (Müritz)

Die St. Marienkirche, Namensgeber unserer St. Mariengemeinde, befindet sich im Zentrum der Stadt Waren und ist mit ihrer Turmspitze eines der bekanntesten Wahrzeichen an der Müritz. Die Windfahne auf der Spitze in Form eines Schwans (Sinnbild für Martin Luther) diente als Anregung für das Logo der Stadt.

Besondere Merkmale der Kirche sind die verschiedenen Baustile, die der Kirche über die Jahrhunderte ihr Aussehen verliehen haben. Bestehend aus den Überresten der vor 1225 erbauten Burgkapelle, welche mit ihren schlitzförmigen Fenstern auf die Zeit des romanischen Stils hinweisen, und dem vor 1333 erbauten Langhaus im Stil der Backsteingotik, zeichnet sich der Turm mit seinen 54 m Höhe als höchstes Gebäude Waren (Müritz) aus.

Der Innenraum in den klassizistischen Stil ist schlicht gestaltet und strahlt große Ruhe aus.  Im Jahre 1913 schuf der in Malchin geborene und später in Berlin zum Professor ernannte Künstler Fritz Greve ein monumentales Wandgemälde an der Triumphbogenwand zu dem Thema "Die Himmelfahrt Christi". Bei der Raumneugestaltung im Jahr 1963 wurde das Gemälde aus ästhetischen, aber auch theologischen Bedenken überstrichen und war seitdem für mehrere Jahrzehnte unter drei Farbschichten verborgen. Durch zahlreiche Spenden von Privatpersonen und Firmen sowie durch Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung  konnte das Bild in den Jahren von  2008-2012 freigelegt und nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten restauriert werden.

Außerdem konnten im Jahr 2012 durch Stiftung des verstorbenen Kaufmanns Karl-Friedrich Gurski  (1922-2010) aus Waren sämtliche Kirchenfenster in der Marienkirche saniert (Chorraum) beziehungsweise erneuert werden (Kirchenschiff). Diese bringen durch ihr helles, freundliches Licht den gotisch-klassizistisch Kirchenraum wieder sehr schön zur Geltung.

Von der Aussichtsplattform in 45 m Höhe, die durch eine gut gängige Treppenanlage mit 176 Stufen zu erreichen ist, erleben Sie einen traumhaften Blick über die Stadt und das umliegende Land mit seinen drei anliegenden Seen:

Blick zum Tiefwarensee
Neuer Markt und Stadtzentrum
Blick nach Südosten

Offene Kirche:

Ostern bis Ende Oktober: Montag bis Freitag, 10-18 Uhr, Samstag, 10-16 Uhr, Sonntag, 11-16 Uhr. Die Besichtigung der Kirche ist frei.

Für die Turmbesteigung bitten wir um eine Spende,  Erwachsene 1 €, Kinder 0,50 €.

Im Jahr 2016 konnten die beiden Stahlglocken aus den 1920er Jahren durch ein Geläut aus 7 Bronzeglocken ersetzt werden. Diese wurden 2017/2018 durch weitere Glocken zu einem Glockenspiel mit insgesamt 15 Glocken ergänzt, welches seit Ostern 2018 vier mal täglich (7.57 Uhr, 11.57 Uhr, 17.57 Uhr; sowie als kleines Glockenspielkonzert von Ostern bis zum 03. Oktober auch um 12.45 Uhr) zur Freude der Einheimischen und Besucher erklingt.

Wer sich für die Glocken näher interessiert, ist herzlich zu einer Glockenführung eingeladen.

Nähere Informationen hierzu erhalten Sie bei den Mitarbeitern der offenen Kirche.