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Auf einen Blick

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Der Tansaniakreis stellt sich vor:

Die Kirchengemeinde St. Marien und die Partnergemeinde in Tansania


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Der Tansaniakreis ist eine kleine Gemeinschaft von derzeit 10 Leuten, die in einer globalisierten Welt die Freundschaft mit ihren Geschwistern in Chome/Tansania leben. Verbunden durch den gemeinsamen Glauben an Gottes bedingungslose Liebe für alle Menschen, unabhängig von Herkunft und Begabung besteht diese Verbindung bereits seit 16 Jahren

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Wie alles begann…

Seit 1999 wurde das Vertrauensverhältnis zur Kirchengemeinde (KG) in Chome aufgebaut. Über die damalige Gemeindediakonin entstand der Kontakt zum Landespastor für Weltmission und Ökumene. Schnell fanden sich überwiegend junge Gemeindemitglieder, die die Euphorie und Lust teilten, eine Partnerschaft in Tansania aufzubauen, zu gestalten und zu leben. Durch die erste Reise (2000) nach Chome wurde schnell klar, dass hier Freundschaften wachsen können und gegenseitiger Austausch möglich ist.

Unsere Partner-Kirchengemeinde: Chome

Chome befindet sich im Nordosten von Tansania im Paregebirge. Daressalam ist ungefähr 350km südöstlich gelegen. Das Klima ist 

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Karte von Nordost-Tansania (Quelle: Google Earth)
durch einen Wechsel von Regen- und Trockenzeiten geprägt. Die Durchschnittstemperatur beträgt ca. 25°C/Jahr und der Niederschlag liegt durchschnittlich bei etwa 30mm/Jahr, wobei dieser sich auf die Regenzeiten konzentriert. Die Regenzeiten sind von März bis Juli und nochmal von Oktober bis Dezember.

Das Siedlungsgebiet besteht aus 4 Ortschaften: Gwanga, Mtwana, Ireti und Nyone. Sie sind auf einer Höhe vom 1500 m gelegen und besiedeln das Hochtal bis auf eine Höhe von 1800 m. Durch eine ländliche Siedlungstruktur geprägt, bestehen die Ortschaften aus Lehmrundhütten und rechteckigen Ziegelbauten. Die derzeit etwa 12000 Menschen im Siedlungsgebiet von Chome leben zu 90% von der Landwirtschaft. Dazu gehört der Anbau von Mais, Obst und Gemüse genauso wie die Zucht von Kleinvieh wie Ziegen oder Hühner.

Die medizinische Versorgung ist nach europäischer Perspektive absolut unzureichend. Es gibt nur eine kleine Krankenstation, das Shengena Health Centre. Derzeit arbeiten dort ein Arzt und 2-3 Krankenschwestern. Die nächste Zahnarztpraxis befindet sich erst in 100km Entfernung in der Ortschaft Moshi.

 

Projekte und Ziele der Partnerschaft

Der Tansaniakreis hat sich folgende Ziele gesteckt:

  1. Pflege der Partnerschaft und persönlicher Kontakte

  2. Sammlung und Aufbereitung von Informationen über Tansania und Afrika in Kombination mit Öffentlichkeitsarbeit in Waren und der Region

  3. Aufbau und Unterhalt von Kontakten zu anderen Gruppen, Initiativen, kirchlichen Werken und der Nordkirche

  4. Begleitung von Projekten

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Blick auf den Dorfkern von Gwanga. (Quelle: Leif Rother)
Bei der Begleitung von Projekten haben sich verschiedene Arbeitsbereiche ergeben. Ein Arbeitsbereich ist der Aufbau und Unterhalt eines Sozialfonds zur Unterstützung von bedürftigen Familien im Bereich der KG Chome und der Krankenstation. Des Weiteren engagiert sich der Tansaniakreis bei der Unterstützung von Schulprojekten und des Schulgeldfonds der Nordkirche und der Ausbildungsförderung von Mitarbeitern/-innen aus der KG Chome.Um eine Versorgung der wichtigsten Gebäude in Chome mit Trinkwasser und Strom zu erreichen, wurden zwei wichtige Projekte ins Leben gerufen: zunächst 2001 der Aufbau einer Solaranlage im Bereich der KG Chome und im Zeitraum 2003-2009 das Projekt „Sicheres und sauberes Wasser“ zur Installation einer Wasserleitung im Ort Chome für 3500  Menschen. Durch wechselseitige Besuche werden der interkulturelle Austausch sowie der persönliche Kontakt mit den Geschwistern in Tansania gepflegt und gefördert. 

 Das bisher größte Projekt: Das KWA Mavisi Wasserprojekt

Bei Besuchen in Chome wurde deutlich, dass die Wasserversorgung im Dorf schwierig war. Frauen und Kinder mussten in dem bergigen Gelände kilometerweit laufen, um Wasser zu holen und dieses dann in Plastikbehältern zu transportieren. Saubere, qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung oder Bewässerungsmöglichkeiten gab es nicht. Also wurden sich gemeinsam Gedanken gemacht: 

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Kinder an einer der vier Wasserentnahmestelle (Quelle: Leif Rother)
Das Wasserprojekt wurde entwickelt. Der ursprüngliche Projektzeitraum war von Oktober 2003 bis Februar 2006 angesetzt. Durch Erweiterungen des Projektes fand es erst im Jahr 2009 seinen endgültigen Abschluss. Als Projektort wurde der Siedlungsraum um Gwanga angesetzt. Die Planung sah folgendermaßen aus: Das Wasser wird von der Quelle des Kwa Mavisi, die sich an den Hängen der südlichen Pareberge im Shengena Wald auf einer Höhe 1990m befindet, in das Siedlungsgebiet von Gwanga auf ca. 1550m geleitet. Dabei haben alle Menschen im Siedlungsraum ein uneingeschränktes Nutzungsrecht, unabhängig ihrer Stammes- und Religionszugehörigkeit.  

Um eine Akzeptanz des Projektes in der Bevölkerung Chomes zu gewährleisten, wurden die Verantwortlichkeiten geteilt und diese vor Ort mit in den Bau und die Gestaltung miteinbezogen. Der Tansaniakreis organisierte die Finanzierung des Projektes und vor Ort musste durch die Anwohner dann für die Ausschachtung der Gräben, das Verlegen der Leitungen auf 3,6 km Länge (Durchmesser: 50 mm-90 mm), der Transport und die Sicherung des Materials sowie die Mithilfe beim Bau des Speichertankes (90.000 l Fassungsvermögen sowie drei kleinere Druckmiderungstanks mit Absperrsystem zur Abnahmemengen-Regelung) gewährleistet werden. Im Verlauf des Projektes konnten auch in die anderen drei Dörfer Wasserentnahmestellen verlegt werden, sodass die gesamte Region Chome nun Zugang zu sauberen und sicheren Trinkwasser hat.

 

Aktuelle Projekte

Zurzeit engagiert sich der Tansaniakreis in 3 Projekten. Über den Sozialfonds unterstützen wir eine 6-köpfige Familie, deren 

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Das neu installierte Solarsystem auf dem Dach des Shengena Health Center. (Quelle: Mbaziel Kirumbi)
alleinerziehende Mutter die Verantwortung für 5 geistig und körperlich behinderte Kinder trägt.

Ein zweites Projekt beschäftigt sich mit der Installation einer Solaranlage auf dem Dach des Shengena Health Centre. Es befindet bereits kurz vor dem Abschluss. Der Bau wurde durch die Dorfgemeinschaft und regionaler Firmen betrieben. 

Das dritte Projekt umfasst den Aufbau einer Regenwasser-Auffanganlage auf dem Gelände der Grundschule. Dieses befindet sich noch in der Planungsphase. An den Gebäuden sollen Rohre und Leitungen angebracht werden, die das Regenwasser in - im Boden versenkte - Wassertanks leitet, um so die Wasserversorgung der Schule zu sichern.